Wie wird meine Website bei Google gefunden?

So wird deine Website bei Google gefunden

Ein Interview mit Simone Sarodnick

Vor kurzem hatten wir bei uns im Nestwerk Simone Sarodnick zu Gast. Sie ist Expertin für Suchmaschinenoptimierung (SEO) und hat uns Tipps gegeben, was wir tun können, damit unsere Website besser bei Google gefunden wird.

Simone berät nicht nur Unternehmen zum Thema Suchmaschinenoptimierung, sondern sie unterstützt auch Solo-Selbstständige dabei, ihr SEO selbst in die Hand zu nehmen.


Simone, ist es möglich, Google als Laie zu verstehen?

Wenn wir ein wenig Zeit und Mühe investieren, können wir viel selber tun, um unsere Platzierung bei Google zu verbessern. Als erstes müssen wir verstehen wie Google funktioniert. Was macht Google, um zu erkennen, ob unsere Webseite für einen bestimmten Suchbegriff in Frage kommt?

Relevanz und Qualität sind dabei die entscheidenden Faktoren. Als wie relevant sieht Google unsere Seite für den gesuchten Begriff? Wie gut passen die Inhalte unserer Seite dazu? Der passende Suchbegriff für unsere Inhalte spielt somit die entscheidende Rolle. Jede Seite unseres Internetauftritts bekommt genau einen Hauptsuchbegriff. Das kann ein alleinstehendes Wort sein oder eine Wortgruppe. Die Seite wird dann auf diesen Begriff oder diese Wortgruppe optimiert. 

Wichtig bei der Wahl des Begriffs ist das Suchvolumen. Das bedeutet, wie oft unser Begriff gesucht wird. Je größer das Suchvolumen, desto häufiger wird unser Begriff gesucht. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass viel gesuchte Begriffe auch stark umkämpft sind. Oftmals kann ein nicht so viel gesuchter Begriff sinnvoller sein, da man dann eher die Chance auf eine gute Platzierung hat. 

-> Relevanz und Qualität sind die entscheidenden Faktoren.


Das sind schon mal super Tipps! Aber wie komme ich zu meinen Suchbegriffen? Wie gehe ich am besten vor?

Dazu steht als erstes die Positionierung an. Es ist wichtig, meinen Fokus zu finden, damit ich möglichst gezielte Suchwörter einsetzen kann. Bin ich eine Fotografin, wäre es unklug, als Suchwort „Fotografie“ zu wählen. Das wäre viel zu ungenau und die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit diesem Begriff gefunden werde, ist sehr gering. Das muss weiter geschärft werden, beispielsweise durch „Hochzeitsfotografie Berlin“. 

Dann ist es wichtig, meine Ziele zu definieren. 

  • Was möchte ich erreichen? 
  • Möchte ich direkt etwas auf meiner Website verkaufen oder möchte ich informieren oder möchte ich zur Kontaktaufnahme anregen? 
  • Was ist die Suchintention meiner potentiellen Kunden? 
  • Möchten sie etwas kaufen oder etwas lernen oder etwas selber machen?

Als nächstes schaust du auf deine Zielgruppe. Studiere sie genau, damit du weißt, nach was sie suchen könnten und wie sie es formulieren. Achte darauf, dass du in der Sprache deiner Kunden und nicht in deiner Fachsprache sprichst. Ein Beispiel: Ein Fachmann spricht davon einen Heizkörper zu lackieren. Der Kunde wird wahrscheinlich nach „Heizung streichen“ suchen.

Dann schaust du dir deinen Wettbewerb an. Was setzt er für Suchbegriffe ein? Passen diese auch zu dir? Wie kannst du dich abgrenzen?

-> Das Zauberwort heißt “Fokus”!


Welche Ziele setzt du dir, wenn du die Webseiten deiner Kunden für Google optimierst? 

Mein Ziel sind die Top10 bei Google. Wenn du dich selbst mal bei der Google-Suche beobachtest, wirst du merken, dass nur die Ergebnisse auf der ersten Seite beachtet werden. Weiter schauen die Leute meistens nicht. Also ist es wichtig, dass du dort mit deiner Seite stehst, damit du auch Zugriffe erhältst. Die so genannte CTR (Click through rate oder Klickrate), d.h. die Anzahl der Klicks auf einer Suchergebnisseite, fällt mit jeder Position rapide ab. Position 5 hat beispielsweise nur noch eine 5 %-ige Klickrate! Deswegen ist es oftmals besser, sich auf wenige Suchwörter zu konzentrieren und die dafür richtig gut zu machen.

-> Mit dem richtigen Suchbegriff auf die Top10 bei Google!


Wo kann ich denn sehen, wie gut meine Seite gefunden wird?

Dafür eignet sich die Google Search Console. Damit kannst du die Zahlen deiner Website sehr gut auswerten. Sie ist kostenfrei und bei Google findest du eine Anleitung, wie du sie aktivierst. 


Was sind die wichtigsten Merkmale, auf die ich achten muss, um meine Website für Google zu optimieren? 

Zum einen ist es die soeben angesprochene Analyse, denn die Relevanz deiner Suchbegriffe ist das entscheidende Kriterium. Deswegen lohnt es sich auch unbedingt, dort Arbeit reinzustecken. Ein weiterer Punkt sind die Inhalte auf deiner Seite, damit diese Relevanzsignale an Google schickt. D.h. dein Keywort muss sich nicht nur im Inhalt wiederfinden, sondern vor allem auch in der Überschrift. Sei aber vorsichtig, denn eine zu starke Häufung des Keywortes, wird von Google erkannt und das wird eher als Spam und mindere Qualität abgestraft. Und wichtig ist, dass auch dein Text inhaltlich zu deinem Keywort passt. 

-> Keywort, Überschriften, Inhalt – alles muss passen!

Sehr beliebt sind derzeit die Slider, d.h die bildschirmbreiten Bilder, die ganz oben auf der Website durch das Bild fahren. Sie sehen schick aus, aber aus SEO-Sicht kann ich sie nicht empfehlen. Der obere, nicht gescrollte Bereich auf der Seite hat inhaltlich eine hohe Relevanz für Google. Deswegen sollte er für etwas besseres als ein Bild genutzt werden. 

Zudem ist es wichtig, dass deine Seite logisch strukturiert ist. Die richtige Verwendung von Überschriften ist ebenso wichtig wie eine gute Lesbarkeit. Und sorge für Aufzählungen, Absätze, Zwischenüberschriften, fett gedruckte Textpassagen, damit dein Text leichter zu lesen ist.  

-> Gute Lesbarkeit für den Leser und Google!

Auch die Technik darf man nicht außer Acht lassen. Deine Seite sollte ein responsives Design haben, d.h. die Ansicht ist optimiert für alle Endgeräte, sei es Laptop Handy oder Tablet. Schnelle Ladezeiten sind wichtig (hier kann ich dir das Tool gtmetrix.com sehr empfehlen) und interne Verlinkungen zwischen den Seiten deiner Website werden von Google gerne gesehen.

-> Lass die Technik nicht außer acht!

Außerdem lohnt es sich einen Blick auf Backlinks zu werfen. Das sind Links, die von anderen Websiten zu deiner Seite führen, beispielsweise von einem Eintrag im Branchenverzeichnis oder von einem Gastbeitrag. Finger weg von bezahlten Backlinks, denn sie verstoßen gegen die Google Richtlinien!

-> Last but not least: Backlinks!


 Welche Tools kannst du empfehlen?

Neben der schon erwähnten Google Search Console gibt es noch jede Menge weiterer Tools. Hast du beispielsweise eine WordPress-Website, macht es Sinn, sich das Plugin Yoast SEO zu installieren. Es führt dich sehr gut durch die Onpage-Optimierung deiner Seiten, d.h. macht dich aufmerksam, wo du auf deiner Seite noch Hand anlegen musst. Eines meiner Lieblingstools ist gtmetrix.com. Das unterstützt dich bei der Verbesserung der Performance deiner Seite.


Hast du noch einen abschließenden Tipp für uns?

Ja, und zwar Google My Business. Auch wenn du ein Online Business und kein lokales Geschäft hast, lohnt sich ein Eintrag dort in jedem Fall. Arbeitest du im Home Office und möchtest deine Adresse nicht angeben, gibt es auch die Möglichkeit, für einen kleinen Betrag eine Firmenadresse zu mieten unter der man erreichbar ist. Oder Du lässt Deine Adresse bei dem Eintrag einfach weg. Dann erhälst Du aber auch keinen Pin in Google Maps. Du musst wissen, dass der Eintrag bei Google My Business und Google Maps zusammenhängen. Bei Google My Business hat man die Möglichkeit, Informationen und Bilder zu seinem Business zu hinterlegen und ein besonders großer Pluspunkt sind die Bewertungen. Lade deine zufriedenen Kunden ein, dir dort eine Bewertung zu hinterlassen. Ein gut gepflegter Eintrag bei Google My Business wirkt sich positiv auf die Platzierung aus.

-> Google My Business lohnt sich für jeden!


Wenn du dich mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung näher auseinandersetzen möchtest, schau doch gerne mal auf Simones Website oder ihrer Faebook-Seite vorbei:
https://alsa-x.de

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